Flüge, Unterkunft, Termine, Ausgaben und Dokumente an einem Ort. Kostenlos, ohne Konto, ohne Werbung — und alles auch ohne Netz.

Früher bekam man vom Reisebüro eine Mappe: Flugzeiten, Hotelgutschein, ein Blatt mit den Ausflügen, hinten die Notfallnummern. Man wusste, wo alles war. Heute liegt dasselbe in fünf Apps, drei Mails und einem Screenshot-Ordner — und im Zweifel im Flugmodus, wenn man es braucht.
Meine Bordmappe ist der Versuch, das zurückzuholen. Eine Reise, eine Mappe. Was drinsteht, gehört zusammen: der Flug und die Bordkarte, das Hotel und seine Frühstückszeiten, der Hafen von Dienstag und die Uhrzeit, bis zu der man zurück an Bord sein muss.
Die App ist für Leute gebaut, die ihre Reise selbst zusammenstellen — Kreuzfahrt, Wohnmobil, Bahnreise, Skiwoche oder zwei Wochen Strand. Sie nimmt einem das Abtippen ab, wo sie kann, und hält sich heraus, wo sie nichts weiß.
Sie ist kostenlos. Es gibt keine Werbung, keinen Premium-Tarif, kein Konto und keine Anmeldung.
Kommt in den App Store. Erfordert iPhone mit iOS 18 oder neuer.
Alles, was du einträgst, bleibt auf deinem iPhone. Es gibt kein Konto, weil es nichts anzumelden gibt. Es gibt keine Auswertung, keine Werbe-IDs, keine Weitergabe an Dritte — nicht als Versprechen, sondern weil kein Server existiert, an den etwas gehen könnte.
Nach außen geht nur, was du selbst auslöst, und immer nur das eine: die Kartensuche in der Umgebung, der Wechselkursabruf, der Flugstatus, das Wetter, die Musikerkennung. Alles Übrige — Preise, Dokumente, Notfallnummern, der ganze Reiseablauf — funktioniert im Flugmodus genauso wie zu Hause.
Eine Kreuzfahrtbestätigung hat achtzehn Seiten. Darin stehen das Schiff, die Kabine, der Tarif, vierzehn Hafentage mit Ankunfts- und Abfahrtszeiten, Hin- und Rückflug und die Bahnfahrt zum Flughafen. Das alles abzutippen dauert eine halbe Stunde, und man vertippt sich beim elften Hafen.
Teil die PDF einfach mit der App. Sie liest die Route aus, legt die Reise an, trägt die Häfen mit Datum ein und nimmt die Karte aus dem Dokument als Titelbild. Vor dem Übernehmen siehst du, was sie verstanden hat, und kannst jede Zeile abwählen.
Dasselbe geht mit Hotelbestätigungen, Bahnfahrkarten, Tischreservierungen, Zahlungsbestätigungen und Kassenbons — abfotografieren, aus der Mediathek oder als PDF aus „Dateien".

Ein Hotel steht eine Woche still, ein Schiff nicht. Wer wissen will, wo am Dienstag die Apotheke ist, braucht den Hafen von Dienstag — und die Uhrzeit, bis zu der er zurück sein muss.
Die App führt die Route mit allen Häfen, zeigt zu jedem Tag die Rückkehrfrist und das Auslaufen getrennt (dazwischen liegt die halbe Stunde, in der die Gangway schon weg ist), liest das Tagesprogramm ein und weiß danach, wann welches Restaurant öffnet. An der Gangway ein Tipp auf „Hier von Bord gegangen" — und der Weg zurück steht in der Karte.
Dazu: die Crew von der Tafel einlesen, Trinkgeld je Person festhalten, und beim AIDA Club nachrechnen, was die nächste Stufe noch kostet.

Die Reiseart entscheidet, was die App zeigt. Beim Wohnmobil steht statt der Kabine der Stellplatz, mit Strom, Frischwasser und Preis pro Nacht — und die Fahrzeugmaße ganz oben, weil man sie genau dann nicht im Kopf hat, wenn das Schild kommt. Bei der Bahnreise sind es Abschnitte statt einer Fahrt, und die App rechnet die Umstiegszeit aus und schreibt „knapp" dazu. Beim Wintersport kommt der Skipass mit Nummer und Gültigkeit dazu.



Der Reisepreis steht auf der Bestätigung und wird in Raten überwiesen, lange bevor es losgeht. Das Taschengeld ist, was man am Urlaubstag in der Hand hat. Die App hält beides auseinander — der Balken läuft gegen das Taschengeld, denn Flug und Hotel sind längst bezahlt und unterwegs nicht mehr zu beeinflussen.
Ausgaben lassen sich in zwei Währungen erfassen, mit Beleg, mit Zahler und mit denen, die mitzahlen. Am Ende rechnet die App aus, wer wem was schuldet — und zwar in möglichst wenigen Überweisungen.


Das Reisetagebuch stellt jeden Reisetag zusammen — Termine, Wetter, Ausgaben, Fotos und die erkannte Musik —, und darunter ist Platz für den eigenen Satz. Es wird nicht gespeichert, sondern bei jedem Öffnen neu gebaut: Eine zweite Kopie derselben Angaben wäre beim nächsten Ändern veraltet.
Daraus entsteht auf Wunsch ein Reisebuch als PDF, der Reihe nach, mit Bildern und Notizen — und ein stummer Rückblick als Video. Wer nur ein Nachschlagewerk will, nimmt die PDF-Mappe: dieselben Angaben, aber sortiert zum Suchen statt zum Lesen.

Ausführlich steht das alles in der App unter „Was kann die App?" — jeder Punkt mit einem Satz dazu, wo er steht.
Ich heiße Frank-Ingo Niesing, und die Bordmappe ist keine Firma. Kein Team, keine Investoren, kein Wachstumsziel — eine Person, die zu oft auf einem Schiff stand und nicht wusste, wann sie zurück sein musste.
Die App ist aus eigenen Reisen entstanden und wächst mit ihnen weiter. Was sie nicht weiß, behauptet sie nicht: Wo eine Auskunft geraten wäre, steht „(vermutlich)" daneben oder gar nichts.
Wenn etwas fehlt oder nicht stimmt, schreib mir — [email protected].